Erst einmal: Ruhe bewahren
Eine Abmahnung bedeutet nicht automatisch, dass deine Ausbildung sofort beendet wird. Sie dokumentiert einen Vorwurf beziehungsweise ein beanstandetes Verhalten und kann je nach Situation später eine Rolle spielen.
Ob eine konkrete Abmahnung berechtigt oder rechtlich wirksam ist, kann BerufsSuite nicht beurteilen.
Was kannst du jetzt tun?
- Bewahre das Schreiben vollständig auf.
- Notiere, wann und wie du es erhalten hast.
- Lies genau, welches Verhalten beanstandet wird.
- Sammle relevante Unterlagen, Nachrichten oder Dienstpläne, die zur Einordnung beitragen können.
- Reagiere nicht unter Zeitdruck mit einem Schuldeingeständnis.
- Wenn du etwas nicht verstehst, hole dir Unterstützung.
Unterschrift: Erst lesen, dann entscheiden
Wenn dir ein Dokument zur Unterschrift vorgelegt wird, kläre zuerst, was deine Unterschrift bestätigen soll.
Eine reine Empfangsbestätigung ist etwas anderes als eine Erklärung, mit der du den Inhalt oder einen Vorwurf anerkennst.
Wenn du unsicher bist, unterschreibe keine weitreichende Erklärung unter Druck.
Wer kann dir helfen?
Je nach Situation:
- Ausbilder/in oder Ausbildungsleitung, sofern ein sachliches Gespräch möglich ist
- Personalabteilung
- Betriebsrat oder Jugend- und Auszubildendenvertretung, falls vorhanden
- zuständige IHK oder HWK
- Gewerkschaft
- geeignete Rechtsberatung
Wichtig bei weiteren Schritten
Wenn zusätzlich eine Kündigung ausgesprochen wurde oder angekündigt wird, können kurze Fristen eine Rolle spielen. Warte dann nicht unnötig lange mit einer fachkundigen Prüfung.
Was BerufsSuite nicht entscheidet
BerufsSuite entscheidet nicht:
- ob die Abmahnung wirksam ist
- ob ein Vorwurf bewiesen ist
- ob eine spätere Kündigung zulässig wäre
- ob du rechtliche Ansprüche gegen den Betrieb hast
Wir helfen dir dabei, die Situation zu sortieren und passende Ansprechpartner zu finden.