Eigene Zeiten dokumentieren
Wenn es wiederholt Probleme gibt, kann eine eigene sachliche Dokumentation bei der späteren Klärung helfen.
Notiere zum Beispiel:
- Datum
- Arbeitsbeginn
- Beginn und Ende der Pausen
- Arbeitsende
- angeordnete oder vereinbarte Mehrarbeit
- Änderungen am Dienstplan
- besondere Abweichungen
Bewahre vorhandene Dienstpläne oder Zeiterfassungen ebenfalls geordnet auf.
Pausen bei Volljährigen
Für volljährige Arbeitnehmer sieht das Arbeitszeitgesetz grundsätzlich vor:
- bei mehr als 6 bis zu 9 Stunden Arbeitszeit mindestens 30 Minuten Pause
- bei mehr als 9 Stunden mindestens 45 Minuten Pause
- länger als 6 Stunden hintereinander grundsätzlich nicht ohne Ruhepause
Pausen können unter den gesetzlichen Voraussetzungen aufgeteilt werden.
Minderjährige Auszubildende
Für Jugendliche unter 18 Jahren gelten besondere Schutzvorschriften.
Nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz gelten grundsätzlich längere beziehungsweise frühere Pausenanforderungen als bei Volljährigen.
Wenn du minderjährig bist und unsicher bist, welche Regel für deinen konkreten Arbeitstag gilt, solltest du die Situation mit deinem Betrieb, der zuständigen Kammer oder einer geeigneten Beratungsstelle klären.
Was kannst du jetzt tun?
- vergleiche deine tatsächlichen Zeiten mit dem Dienstplan
- dokumentiere wiederkehrende Abweichungen
- sprich die Situation sachlich an
- frage nach, wie Mehrarbeit oder Minusstunden im Betrieb erfasst werden
- hole dir Unterstützung, wenn sich das Problem nicht klären lässt
Mögliche Ansprechpartner
- Ausbilder/in
- Ausbildungsleitung
- Personalabteilung
- Betriebsrat / Jugend- und Auszubildendenvertretung
- zuständige IHK/HWK
- bei Arbeitsschutzfragen zuständige Arbeitsschutzstellen
- geeignete Rechtsberatung bei konkreten Ansprüchen
Wichtig
BerufsSuite entscheidet nicht verbindlich:
- welche konkrete Arbeitszeit im Einzelfall zulässig ist
- ob Mehrarbeit zu vergüten oder auszugleichen ist
- ob bestimmte Minusstunden rechtmäßig verlangt werden dürfen